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Stolz auf die Heimatbrauerei
Torgau (TZ/ug). Insgesamt werden an allen drei Tagen zusammen wohl über 3500 Besucher ein in jeder Hinsicht gelungenes Brauhausfest erlebt haben. Bereits am Freitagabend, der mit einem fulminanten Feuerwerk seinen Höhepunkt fand, kamen schätzungsweise doppelt so viele Gäste als im vergangenen Jahr. Und sie hielten locker bis 1.30 Uhr aus. Am Samstag konnte sich der Veranstalter über viel „Laufkundschaft“ freuen, Familien, die einfach mal ein bis zwei Stunden Volksfestatmosphäre schnuppern wollten.
Mit den Elektromobilen der Gebietsverkehrswacht Torgau, dem Bastelstand des Kinderschutzbundes, Kindereisenbahn, Losbude, Glücksrad und Trabbi-Ausstellung, dem Bierzelt-Treff mit Rüdiger Schmidt, einem Kaffee- und Kuchenbüfett des Lions-Club und natürlich einer hervorragenden Versorgung waren dazu beste Voraussetzungen gegeben. Zum Auftritt des Rock-’n’-Roll- und Tanzclubs „Ireen“ ab 13 Uhr war das Zelt schon wieder brechend voll. Vereinschefin Irene Mamsch ließ es sich nicht nehmen, dem Brauhausgeschäftsführer Josef Tremmel, der am Samstag Geburtstag hatte und das bis zu diesem Zeitpunkt geheim halten konnte, von der Bühne aus lautstark zu gratulieren. Im Namen aller regionalen Vereine dankte sie Josef Tremmel und dem Brauhaus Torgau für die kontinuierliche Unterstützung der Vereinsarbeit in der Region. Der Ehrenwalzer Josef Tremmels mit einer hübschen „Ireen“-Tänzerin wurde bis zum Ende beklatscht. Nicht nur das machte am Wochenende einmal mehr deutlich: Die Torgauer sind stolz auf ihre Heimatbrauerei. Die in Torgau bereits bestens bekannte „Express Partyband“ aus Hoyerswerda konnte dann am Abend die Stimmung wie bei ihrem ersten Auftritt hier vor zwei Jahren erneut zum Sieden bringen. Wer’s gemütlicher wollte, hatte dazu gestern beim musikalischen Frühschoppen mit den „Rolandstädter Blasmusikanten“ Gelegenheit.
Das Torgauer Brauhaus produziert in einem Jahr 70 000 Hektoliter Getränke, davon 10 000 Hektoliter „Zilles Faßbrause“. Der „Rest“ sind verschiedene Sorten Biere, für die an den Freistaat Sachsen immerhin eine halbe Million Euro Biersteuer zu entrichten ist. Josef Tremmel ist seit August 2005 Geschäftsführer des Torgauer Brauhauses. In dieser Zeit konnte die wirtschaftliche Situation des Unternehmens entscheidend stabilisiert werden. Entgegen dem Trend in der Branche, einer Abwärtskurve, stieg der Torgauer Absatz 2009 noch einmal an und stabilisierte sich 2010, dem Jahr des 20-jährigen Jubiläums, auf diesem hohen Niveau. Mit dem zum Jubiläum vorgestellten Produkt „Torgauer Grape“ landete das Brauhaus einen Volltreffer. Ziel ist es nun, in jedem Jahr ein neues Produkt am Markt zu etablieren. Das Torgauer Brauhaus beliefert Kunden in allen neuen und angrenzende Altbundesländer. In dem Betrieb arbeiten 30 Beschäftigte, in diesem Jahr wurden zwei Lehrlinge eingestellt.
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