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Idee vom Braunbier spukt im Kopf
Aus der Heimat in die Heimat: Manuel Hammerschmidt ist Torgaus neuer Braumeister
Torgau (TZ/fl). Das Strahlen in seinen Augen ist überhaupt nicht verwunderlich. Schließlich hat der 25-jährige Manuel Hammerschmidt erst kürzlich erfolgreich seinen Meisterbrief als Braumeister erworben. Die Note „gut“ zeugt außerdem vom Können und Willen des jungen Mannes, sich der Herausforderung zu stellen.
Geboren und aufgewachsen ist Manuel Hammerschmidt in Torgau. Hier besuchte er auch die Schule. Nach deren erfolgreichem Abschluss begann er eine Lehre von 2000 bis 2003 in der Heimatbrauerei, die er mit dem Facharbeitertitel „Brauer und Mälzer“ abschloss. Er wurde übernommen und arbeitete bis 2008 im Brauhaus Torgau. Dann kam die entscheidende Frage. Ein neuer Braumeister wurde gesucht. Manuel bekam das Angebot zum Besuch der entsprechenden Fachhochschule in Ulm und sagte zu. Täglich bis zu 13 Stunden an theoretischen und praktischen Seminaren waren zu bewältigen. Manuel biss sich durch. Der Lohn war der Meisterbrief nach einem Jahr. Dabei hatte es die IHK-Prüfung wahrlich in sich. Das beweist auch die Tatsache, dass nicht alle 17 zum Meisterstudium angetretenen Bewerber am Schluss erfolgreich waren. „Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei der Geschäftsführung, den Gesellschaftern, meinen Eltern und auch den Kollegen in Torgau bedanken, die mir diese Ausbildung ermöglicht haben“, bekannte Manuel Hammerschmidt. Schließlich ist es nicht alltäglich, dass man, wie in seinem Fall, bei Beibehaltung der Bezüge für ein Jahr von der Arbeit freigestellt wurde und dass die Kollegen für ihn Überstun-den schoben. Voraussetzungen für den doch harten Weg waren übrigens der Facharbeiterabschluss und eine fünfjährige Berufserfahrung. Nun freut sich Manuel Hammerschmidt schon auf den 17. Oktober, wenn in Ulm die Freisprechung erfolgt und er den Schmuckbrief als Zeichen seiner Meisterwürde überreicht bekommt. Einer ersten großen Herausforderung hat er sich schon gestellt: „Ich will die Energieeffizienz des Brauhauses verbessern“, sagt er und denkt dabei in erster Linie an die Pumpensysteme.
Sein Lieblingsbier ist übrigens das Torgauer Premium Pilsner. Aber in seinen Gedanken spukt schon ein spezielles Braunbier, das vielleicht zum „Bären-Bier“ werden könnte, herum. Denn auch in der Freizeit lassen ihn die Gedanken rund ums Bier nicht los, möchte er gern die Goldmedaillen-Sammlung für das Brauhaus erweitern. Gern verbringt er die Zeit mit Freunden oder der Familie. Er sieht sich selbst als echten Familienmenschen, ist aber noch ohne feste Freundin. Mit seinem Fahrrad findet er Entspannung in der Natur. Auf die Frage nach dem Leibgericht kommt die Antwort „Schnitzel mit Waldpilzen“. Letztere sucht er am liebsten selbst. Einen großen Traum hat der junge Mann auch: „Ich möchte gern einmal durch die USA reisen und vor allem die großen Städte erkunden“, gibt er unumwunden zu.
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