23. Januar 2008
Zwei Mal Gold für das Torgauer Brauhaus
Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG)
zeichnet „Torgauer Hell“ und „Torgauer Landbier“ im Qualitätswettbewerb aus

Braumeister und technischer Leiter Oliver J. Kurth (r.) stieß gemeinsam mit seinen Brauern Sven Theuerkorn, Manuel Hammerschmidt und Hans-Jürgen Appelt (v.l.n.r.) auf den Erfolg beim Biertest an. Zum erfolgreichen Team der Torgauer Brauer gehören noch Petra Mandel und Ronny Klapproth. Foto: TZ/Lehmann
Torgau (TZ/fl). Nun haben es die Torgauer Bierbrauer schwarz auf weiß. Sowohl das „Torgauer Hell“ als auch das „Torgauer Landbier“ gehören zu den Spitzenprodukten deutscher Braukunst. Zu diesem Ergebnis kommt das Testzentrum der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) nach intensiven Prüfungen. Im anspruchsvollsten Qualitätswettbewerb für Bier wurden die beiden Produkte der Neuen Torgauer Brauhaus GmbH jetzt mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.
Attestierter Genuss
„Nachdem wir bereits im Jahr 2004 für unseren „Landbock“ eine Goldmedaille bekamen, folgte im vergangenen Jahr eine Silbermedaille für das „Premium-Pilsner“. Und nun dieser tolle Erfolg für das „Torgauer Landbier“ und das „Torgauer Hell“. Damit werden die Anstrengungen zur dauerhaften Qualitätssicherung des gesamten Teams um Braumeister Kurth anerkannt“, freute sich Brauhausgeschäftsführer Josef Tremmel. Immerhin 644 Biere wurden diesmal für den Wettbewerb eingereicht. Ungefähr ein Fünftel schlossen die Juroren nach der Eingangskontrolle bereits vom Wettbewerb aus. „Da wird schon deutlich, wie hart dieser Test ist“, merkte Braumeister Kurth an.
Während die erste Probe zu einem festgesetzten Termin einzureichen ist, muss die zweite Probe dann nach Aufforderung der DLG aus der laufenden Produktion nach Anruf zugeschickt werden, um die Qualitätskontinuität zu prüfen. Im Labortest erfolgen unter anderem Untersuchungen zur Haltbarkeit, zur mikrobiologischen Stabilität, zum Alkoholgehalt, zur Stammwürze und zur Farbe. Die sensorische Be-wertung, dazu gehören Geruch, Reinheit des Geschmacks, Vollmundigkeit, Qualität der Bittere sowie die Geschmacksstabilität, erfolgt grundsätzlich im Blindverfahren. Die Tester wissen also nicht, um welches Produkt es sich handelt und aus welcher Braustätte es stammt. „Damit ist eine Beeinflussung von außen komplett ausgeschlossen“, ergänzte Brauhausgeschäftsführer Tremmel.
Getestet wurden die Wettbewerbsbiere übrigens in den beiden führenden Brauereiinstituten in Berlin und Weihenstephan. „Das von den Bierexperten der DLG positive Testergebnis ist ein Beleg für nachhaltige Qualitätsarbeit des Unternehmens und hat nach aktuellen Studien eine hohe Relevanz für den Verbraucher“, heiß es in einer Presseinformation der DLG. Neben dem fachlichen Wissen und Können des Torgauer Brauerteams waren und sind weitere Erfolgsfaktoren zu nennen. „Um die notwendige Bittere zu erzielen, verwenden wir seit Jahren nur hochwertigen deutschen Hopfen. Das berühmte Münchner Spezialmalz und Karamel-Malze kommen bei beiden Bieren zum Einsatz. Und dann verfügen wir über ausgezeichnete Hefe, die für entsprechende Mikrobiologie sorgt. Nicht zu vergessen ist unser Brauwasser“, nannte Braumeister Oliver J. Kurth die eine Seite der Medaille. Die andere ist zwingend in den Investitionen zur Qualitätssicherung zu suchen, die die Neue Torgauer Brauhaus GmbH in den letzten Jahren realisiert hat. Dazu gehören zweifellos die hochleistungsfähige und moderne Waschmaschine, der neue Bügelverschließer und die Ausrüstung des gesamten Leergutes mit neuen Bügelverschlüssen.
Kein Stillstand
Nachdem im vergangenen Jahr schon das „Torgauer Hell“ von der Flasche und der Etikettierung neu gestaltet wurde, soll nun auch das mit Gold gewürdigte Landbier, das zu den Exportbieren zählt, ein neues Outfitt erhalten. „Wir bleiben zwar bei der traditionellen Bügelflasche, werden aber ein neues Etikett präsentieren“, verriet der Brauhausgeschäftsführer. Etwa Mitte Februar soll das Geheimnis um die neue Ausstattung gelüftet werden. „Ein edles Produkt gehört in eine edle Verpackung“, ließ Tremmel schon einmal durchblicken. Etwas wehmütig verkündete er eine weitere Nachricht. „Unser Braumeister Oliver Kurth verwirklicht langfristige Pläne, stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung. Dabei erfüllt er sich einen lang gehegten Wunsch. In seiner Heimat Baden-Württemberg wird er sich ab dem 1. März seiner heimlichen Liebe, dem Weißbier, verschrei-ben können. Wir sind bereits bei der Auswahl eines Nachfolgers“, ergänzte Tremmel.