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Wieder Gold für Torgauer Brauhaus
Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) prämierte das Torgauer Premium Pilsner im härtesten Biertest Deutschlands mit einer Goldmedaille
Torgau (TZ/fl). Das „Torgauer Premium Pilsner“ gehört zu den absoluten Spitzenbieren in ganz Deutschland. Zu diesem Ergebnis kam das Testzentrum der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) nach intensiven Prüfungen und vergab eine Goldmedaille.

Brauhaus-Geschäftsführer Josef Tremmel, Michael Frank Hammerschmidt (Technischer Leiter) sowie Hans-Jürgen Apelt, Peter Kutsche und Petra Mandel (v. l. n. r.) vom Brauerteam stießen gemeinsam im Gärkeller mit einem Torgauer Premium Pilsner auf den Erfolg an. Foto: TZ/Lehmann
Im anspruchsvollsten Qualitätswettbewerb für Bier konnten die Torgauer ein hervorragendes Ergebnis erzielen. Damit setzen sie die Erfolgsserie im Bereich der Qualitätssicherung ihrer Produkte fort. Erst im vergangenen Jahr wurden sowohl das „Torgauer Hell“ als auch das „Torgauer Landbier“ zu den Spitzenprodukten deutscher Braukunst gekürt, gab es für beide Produkte der Neuen Torgauer Brauhaus GmbH ebenfalls eine Goldmedaille. Im Jahr 2004 wurde der „Landbock“ mit einer Goldmedaille prämiert.
Stolz und Verpflichtung
„Die Godmedaille für unser Premium Pilsner hat zwei Väter. Das sind unser ehemaliger Braumeister Oliver J. Kurth und unser jetziger Technischer Leiter und amtierender Braumeister Michael Frank Hammerschmidt. Selbstverständlich hat auch das gesamte Brauerteam einen wesentlichen Beitrag zu dem Erfolg geleistet“, schätzte Brauhaus-Geschäftsführer Josef Tremmel ein. Das Festhalten an den hochqualitativen Rohstoffen hat sich aus seiner Sicht auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gelohnt. „Außerdem zahlt sich nun die ständige Qualitätskontrolle aus“, weiß Michael Frank Hammerschmidt. Konsequent wurde im Torgauer Brauhaus auf eine Einhaltung der Lagerdauer des Premium-Pilsners von mindestens sechs Wochen geachtet. Dabei musste auch im Hochsommer stets eine Temperarur von 1,5 Grad Celsius beibehalten werden. Beim Filtriereren sind es sogar minus 2 Grad Celsius. „Die Energiekosten dafür sind beachtlich. Doch auch hier gab es keine Abstriche zu Lastend der Qualität“, versicherte Hammerschmidt, der nun auch den Erfolg seiner konsequenten Bemühungen erntet. Täglich nahm er selbst Gütekontrollen vor. „Wenn ich zum Wettbewerb antrete, dann wil ich auch Gold“, beschrieb er seine ehrgeizige Position. Und das ist ihm mit einer faktischen Null-Fehler-Produktion im Jahr 2008 beeindruckend gelungen.
Wer sich dem DLG-Test stellt, der weiß, worauf er sich einlässt. Schon im Vorfeld fällt da etwa ein Fünftel der Bewerber durch. „Während die erste Probe zu ei-nem festgesetzten Termin einzureichen ist, muss die zweite Probe dann nach Aufforderung der DLG aus der laufenden Produktion nach Anruf zugeschickt werden, um die Qualitätskontinuität zu prüfen“, erklärte Geschäftsführer Tremmel. Im Labortest erfolgen unter anderem Untersu-chungen zur Haltbarkeit, zur mikrobiologischen Stabilität, zum Alkoholgehalt, zur Stammwürze und zur Farbe. Die sensorische Bewertung, dazu gehören Geruch, Reinheit des Geschmacks, Vollmundigkeit, Qualität der Bittere sowie die Geschmacksstabilität, erfolgt grundsätzlich im Blindverfahren. Die Tester wissen also nicht, um welches Produkt es sich handelt und aus welcher Braustätte es stammt. „Damit ist eine Beeinflussung von außen komplett ausgeschlossen“, ergänzte Josef Tremmel. Getestet werden die Wettbewerbsbiere übrigens in den beiden führenden Brauereiinstituten in Berlin und Weihenstephan. „Das von den Bierexperten der DLG positive Testergebnis ist ein Beleg für nachhaltige Qualitätsarbeit des Unternehmens und hat nach aktuellen Studien eine hohe Relevanz für den Verbraucher“, heißt es in einer Presseinformation der DLG. Neben dem fachlichen Wissen und Können des Torgauer Brauerteams waren und sind weitere Erfolgsfaktoren zu nennen. „Um die notwendige Bittere zu erzielen, verwenden wir seit Jahren nur hochwertigen deutschen Hopfen. Das berühmte Münchner Spezialmalz und Karamel-Malze kommen bei beiden Bieren zum Einsatz. Und dann verfügen wir über ausgezeichnete Hefe, die für entsprechende Mikrobiologie sorgt. Nicht zu vergessen ist unser Brauwasser. Außerdem zahlen sich die Investitionen der letzten Jahre in moderne Technik aus", erläuterte der amtie-rende Braumeister Michael Frank Hammerschmidt.
Qualität zählt beim Kunden
„Dass die entsprechende Qualität auch das Kaufverhalten der Kunden beeinflusst, beweist unser Landbier. Hier haben wir nach der Prämierung mit der Goldmedaille im Vorjahr eine Absatzsteigerung von 15 Prozent zu verzeichen“, so Geschäftsführer Tremmel. Ein erklärtes Ziel ist es nun, das ausgezeichnete Premium Pilsner den Bier-freunden in der Region und im Elbe-Elster Gebiet noch näher zu bringen. Das geschieht über verschiedenste Marketingaktionen, die auch den Preis beinhalten. Schon rein optisch wird sich die Goldmedaille in Kürze auf dem Etikett der Pilsner-Flasche widerspiegeln. „Ich habe ein gutes Gefühl für 2009“, gab sich Brauhaus-Geschäftsführer Josef Tremmel zuversichtlich zum Abschluss. Zuversicht gibt es auch hinsichtlich der Besetzung der Braumeisterstelle. Der 26-jährige Manuel Hammerschmidt, und damit ein Eigengewächs aus dem Brauhaus, soll ab September aktiv werden. Dann ist seine Ausbildung zum Braumeister in Ulm abgeschlossen.
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