Der Frühling kommt mit dem Maibock
Gespräch mit Oliver J. Kurth, Braumeister und technischer Leiter im Brauhaus Torgau
Schon die klugen Mönche wussten, wie man über die Fastenzeit kommt. Ein kräftiges Bier wirkt da wahre Wunder. Doch nicht allein dieser Fakt ist es, der alljährlich den Diplom-Ingenieur für Brauwesen und Getränketechnologie Oliver J. Kurth als Braumeister und Technischen Leiter der Neuen Torgauer Brauhaus GmbH anspornt, den bevorstehenden Frühling mit einem besonderen Bier zu begrüßen.
TZ: Maibock heißt das Zauberwort, das die Herzen vieler Bierfreunde höher schlagen lässt. Gibt es diese Spezialität auch in diesem Jahr?
O. Kurth: Natürlich, sogar drei Wochen früher als im vergangenen Jahr. Das bedeutet ab sofort. Die Nachfrage ist schließlich groß. Und wir wollten mit dem vorgezogenen Zeitpunkt das Warten auf den Frühling verkürzen, die kalten Tage erträglicher machen.
Was reizt einen Braumeister an solch einem Spezialbier?
Einen saisonalen Höhepunkt zu setztn, das ist schon eine tolle Sache. Mit dem Torgauer Maibock ist das möglich und wie ich behaupten möchte, auch voll gelungen. Außerdem muss auch die erforderliche Kapazität vorhanden sein. Schließlich reift unser Maibock zirka zwei Monate. In den Sommermonaten wäre das gar nicht zu realisieren. Nicht zu unterschätzen ist auch die Abwechslung, die durch den Maibock den Freunden unserer Biere geboten wird.
Was macht das Besondere des Maibocks aus?
Es sind die super Zutaten, die für diese eine Charge extra ausgewählt werden. Bestes sächsisches Malz kommt mit Hopfen aus der Region Spalt zusammen, der für das unverwechselbare Aroma sorgt. Nicht zu vergessen ist das seit Jahrhunderten bewährte Torgauer Brauwasser von einzigartiger Qualität.
Wodurch erhält das Spezialbier seine goldene Farbe?
Heller Karamelmalz und die relativ lange Maischzeit sind dafür die Grundlagen.
Als Braumeister haben Sie natürlich schon probiert. Wie würden Sie den diesjährigen Maibock charakterisieren?
Kräftig, süffig, hell ein echter Torgauer Maibock. Schließlich verfügt er ja auch über eine Stammwürze von mindestens 16 Prozent.
Die Menge dieses Bieres ist sicher begrenzt?
Ja, insgesamt werden wir aber doch rund 800 Hektoliter brauen, da die Nachfrage schon jetzt groß ist. Abgefüllt wird der Bock vor allem in Flaschen, in 30-Liter-Fässer und auf Wunsch auch in Traditionsfässern.
Wo komme ich nun als Kunde zu meinem Kasten Maibock?
Zu haben ist unsere Spezialität ab sofort in unserem Werksverkauf und den gelisteten Getränkemärkten der Region. Sollte ein Händler den Torgauer Maibock nicht im Sortiment haben, dann fragen Sie nach.
Gespräch: Frank Lehmann
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