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Torgauer Doppel Caramel ...
... das Original mit Tradition
Bier gepaart mit dem Geschmack von doppelt caramelisierten Brausirup.
Ein einzigartig milder Hochgenuss: frisch, aromatisch, süß!
Für alle, die das Besondere lieben ist es die Spezialität aus der sächsischen Heimat.
Empfohlene Trinktemperatur: 7 Grad Celcius
11,6% Stammwürze
9 EBC Bittereinheiten
140 EBC Farbe
1,5%-vol. Alkohol
Ideal auch zum Mischen.
Dazu gibt man die halbe Flasche in einen Mixbecher, ein Eigelb und noch 2 Esslöffel Zucker dazu. Das Ganze gut gemischt und in ein Glas gefüllt - fertig ist der Powertrunk.
Das „Mutterbier“ erlebt Renaissance
Torgauer Brauer schreiben 50-jährige Erfolgsstory des Doppel-Caramel
Torgau (TZ/fl). Süß und süffig so ist mir persönlich aus der Jugendzeit der Geschmack vom Doppel-Caramel aus dem Torgauer Brauhaus in Erinnerung geblieben. Im Sommer als gut gekühlter Durstlöscher, im Winter teilweise sogar etwas angewärmt war Doppel-Caramel wohl fast in jedem Haushalt präsent. Geliebt, vergessen und wiederentdeckt, so lässt sich die nun 50-jährige Geschichte charakterisieren.
Der Anfang
Waltraud Thiel begann1956 ihre Tätigkeit im Brauhaus Torgau und arbeitete bis 1963 im Sudhaus. „Ganz genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich bin aber der Meinung, dass etwa 1958 mit der Produktion von Doppel-Caramel begonnen wurde“, erzählte die heute 73-Jährige. Vertriebsgebiet damals war vorrangig der Kreis Torgau. Auch in Schlieben, Herzberg, Bad Liebenwerda und Prettin gab es Nierderlassungen, die mit diesem Getränk versorgt wurden. Die Niederlassungen hatten damals den Charakter eines heutigen Getränkegroßhändlers.
Abgefüllt wurde Doppel-Caramel damals schon in Bügelflaschen, die noch mit Hand verschlossen wurden. Ein guter Mitarbeiter brachte es auf etwa 2000 Flaschen in der Stunde, was allerdings eine gewisse Übung erforderte. „Nicht zu vergessen die Kraft, welche man bei dieser Arbeit in den Händen haben musste“, gab Ex-Braumeister Hansjoachim Meier zu bedenken. Die Produktionsmenge belief sich auf etwa 1000 bis 2000 Hektoliter im Jahr, was für dieses kleine Verbreitungsgebiet schon ganz erstaunlich ist.
Im Holzkasten
Ausgeliefert wurde das Malzbier in Holzkisten. Auch dies war nicht einfach, da diese Holzkisten nicht der Erhitzung beim Pasteurisieren standhielten. So musste jede Flasche in eine Metallkiste für diesen Arbeitsgang umgepackt und später wieder zurück einsortiert werden. „Die Etiketten mussten teilweise mangels technologischer Gegebenheiten oder Maschinen per Hand an die Flaschen geklebt werden“, weiß der ehemalige Braumeister. Hier galt Ähnliches wie beim Verschließen der Flasche. Es musste nämlich eine gewisse Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit beim jeweiligen Mitarbeiter vorhanden sein. Nur so konnte überhaupt die Etikettierung einigermaßen effektiv erfolgen. Im Volksmund wurde Doppel-Caramel wegen seiner Nahrhaftigkeit auch „Mutterbier“ genannt. Sogar Schwangere oder junge Mütter ließen es sich schmecken. Schließlich wurde dem Getränk sogar die Wirkung zugeschrieben, den Fluss der Muttermilch zu verstärken. Den in diesem Getränk enthaltenen Bestandteilen (Minerale, Vitamin B) wird auch heute noch eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Wichtig ist auch, dass kein Cholesterin enthalten ist. Zwischen 1964 und 1965 wurde die Produktion aufgrund von technischen Problemen eingestellt. „Der Grund hierfür waren Schwierigkeiten beim Pasteurisieren, da damals die Dampfzugabe nicht so exakt erfolgen konnte, wie das heute technisch möglich ist“, weiß Hansjoachim Meyer. Vielfach bestand das Problem darin, dass gelegentlich zu viel Dampf zugeführt wurde und die Flaschen reihenweise platzten.
Wieder belebt
Aufgrund von umfangreichen Investitionen konnte im Jahr 1998 die Produktionsaufnahme erneut erfolgen. Heute wird das Torgauer Doppel-Caramel in den gesamten neuen Bundesländern mit einer Ausstoßmenge von zirka 8000 Hektolitern vertrieben. „Die Herstellung unseres Doppel-Caramel erfolgt nach dem 50-jährigen Originalrezept aus dem Brauhaus Torgau, welches natürlich ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis ist und bleibt“, schmunzelte Brauhaus-Geschäftsführer Josef Tremmel. Nur so viel wird verraten: Der einzigartige typische Geschmack entsteht durch die Verwendung von fructosereichem, doppelt karamellisiertem Brausirup. Fructose kommt in der Natur vor allem in Früchten und Honig vor und ersetzt andere Süßstoffe. Die sonstigen im Handel angebotenen Malzbiere haben in der Regel keinen Alkoholgehalt. Lediglich das ursprüngliche Torgauer Doppel-Caramel verfügt über einen geringen Alkoholgehalt von 1,5 Volumenprozent, welcher aufgrund seiner physiologischen Unbedenklichkeit nur die positiven Auswirkungen von Trinkalkohol mit sich bringt.

Waltraud Thiel (r.) und Ex-Braumeister Hansjoachim Meyer (l.) sind mit ihren 73 Jahren wichtige Zeitzeugen der Brauhausgeschichte. Mit dessen Geschäftsführer Josef Tremmel wurde kürzlich die Entstehung des Doppel-Caramel erörtert. Foto: TZ/Lehmann
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